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Wie gewährleisten Skeleton-Öldichtungen eine stabile Abdichtung bei ±180 Grad großem Winkelspiel in Hubbewegungen bei Industrierobotern?

Jan 08, 2026

Industrieroboter arbeiten unter Bedingungen mit hoher Präzision und hohen Belastungen, wodurch die Dichtleistung jedes Gelenks entscheidend wird. Wenn die Gelenkwelle eine hin- und hergehende Rotation von ±180° durchführt, stehen traditionelle Dichtkonzepte vor erheblichen Herausforderungen. Die hochfrequente, hubbegrenzte Wechselbewegung stört tendenziell den Schmierfilm, wodurch die Dichtlippe häufig mit der Wellenoberfläche in Kontakt kommt. Dies führt zu erhöhter Reibung, beschleunigtem Verschleiß, Drehmomentenschwankungen und Wärmeentwicklung, die letztendlich das Dichtmaterial beeinträchtigen können. Die Lösung dieses Problems erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der Materialauswahl, Lippengeometrie, Wärmemanagement und Montagegenauigkeit integriert.

Materialauswahl: Gewährleistung geringer Reibung und Abriebfestigkeit

Die Materialwahl ist grundlegend für die Lösung von Reibungs- und Verschleißproblemen. Bei dieser Art von Bewegung gilt das Prinzip, reibungsarme Materialien für die Hauptdichtung und hochelastische Materialien für die Hilfsdichtung einzusetzen.

Hauptdichtungsmaterial

Für die primäre Dichtlippe werden PTFE-Verbundwerkstoffe empfohlen. PTFE bietet einen außergewöhnlich geringen Reibungskoeffizienten (so niedrig wie 0,02–0,1), eine hervorragende Selbstschmierung und eine hohe Verschleißfestigkeit, wodurch es ideal für langfristige Hubbewegungen ist.

Hilfsdichtungswerkstoffe

FKM und HNBR bieten Elastizität, Dichtwirkung sowie Beständigkeit gegen Öl und Temperatur. Sie arbeiten zuverlässig von –50 °C bis +150 °C und werden häufig für Schmutzlippen, statische O-Ringe oder als elastische Tragelemente für PTFE-Primärdichtungen verwendet.

Spezielle Materialien

Für extreme Bedingungen wie hohe Temperaturen oder korrosive Medien bietet FFKM eine unübertroffene chemische und thermische Beständigkeit. Aufgrund der hohen Kosten wird es typischerweise nur für Spezialanwendungen in chemischen oder Halbleiterumgebungen eingesetzt.

Lippengeometrie: Von passivem Abdichten zu aktiver dynamischer Dichtung

Herkömmliche Lippengeometrien basieren auf passivem physischem Kontakt. Für Hubbewegungen mit Rotation ist jedoch ein aktiveres Dichtprinzip erforderlich.

Hydrodynamische Lippengeometrie

Die Verwendung von Z-Typ-, K-Typ- oder S-Typ-Lippendichtungen kann während der Wellenbewegung einen Mikropump-Effekt erzeugen. Dieser Effekt führt geringe Mengen Schmierstoff zurück in den Dichtungsraum, wodurch die Schmierung aufrechterhalten und die Reibung verringert wird.

Zweilippen-Struktur

Eine Zweilippen-Konfiguration trennt die Funktionen klar:

Die Hauptlippe dichtet den Schmierstoff ab.

Die sekundäre Lippe, typischerweise aus elastischem Gummi, verhindert das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit.

Diese Aufteilung erhöht die Gesamtsicherheit der Abdichtung.

Feder-Vorspannung: Stabilisierung des Anpressdrucks

Die Aufrechterhaltung eines konstanten Anpressdrucks ist bei Hubanwendungen unerlässlich. Eine innere Feder liefert die erforderliche Vorspannung, um ständigen Kontakt zwischen Lippe und Wellenoberfläche sicherzustellen. Während der Abnutzung der Lippe gleicht die Feder sich automatisch aus, wodurch eine Leistungsminderung vermieden wird. Federn müssen eine hohe Ermüdungsbeständigkeit und chemische Stabilität aufweisen, um einer Entspannung oder einem Bruch im Laufe der Zeit vorzubeugen.

Abriebfestigkeit und reibungsarme Auslegung

Die Verschleißfestigkeit hängt nicht nur von den Materialeigenschaften ab, sondern auch von der Gesamtkonstruktion des Systems.

Selbstschmierende Materialien

Die Fähigkeit von PTFE, einen Übertragungsfilm zu bilden, reduziert den Verschleiß erheblich. Feste Schmierbeschichtungen wie Molybdändisulfid (MoS₂) können das Einlaufen und die Langzeitleistung weiter verbessern.

Erweiterte Option: Rollendichtungsstrukturen

Für besonders anspruchsvolle Anwendungen kann eine rollende Dichtung verwendet werden. Durch die Einbettung von Wälzelementen in den Dichtring wird Gleitreibung in Rollreibung umgewandelt, wodurch das Drehmoment um mehr als 70 % reduziert und der Verschleiß nahezu eliminiert wird. Diese Lösung ist kostspieliger und wird typischerweise in Hochsicherheitssystemen eingesetzt.

Thermisches Management: Behandlung der Wärmeentwicklung

Hohe Temperaturen sind bei Hubbewegungen üblich, daher muss das Dichtungssystem Hitze aushalten und die Wärmeentwicklung minimieren.

Materialien mit großem Temperaturbereich

PTFE, FKM und HNBR gewährleisten eine stabile Leistung von –50 °C bis +150 °C und sichern dadurch eine zuverlässige Abdichtung über unterschiedliche Temperaturen hinweg.

Geringe Wärmeentwicklung durch Design

Die Verwendung von reibungsarmen Materialien und die Optimierung des Anpressdrucks reduzieren Reibungswärme bereits an der Quelle und verhindern eine thermische Alterung der Dichtung.

Installation und Systemintegration: Präzision ist entscheidend

Selbst die beste Dichtungskonstruktion erfordert eine präzise Montage, um optimale Leistung zu erzielen.

Installationsgenauigkeit

Die Wellenoberfläche muss die Anforderungen an Härte und Rauheit erfüllen, und spezielle Werkzeuge sollten verwendet werden, um eine korrekte Ausrichtung sicherzustellen und eine Verformung der Lippe zu vermeiden.

Modulare Dichtsysteme

Viele Lieferanten bieten heute vormontierte und vorgeschmierte Dichtmodule an. Diese vereinfachen die Installation, reduzieren Schwankungen und verbessern die Konsistenz.

Langzeitbeständigkeit

Die Langzeit-Dichtleistung hängt von der strukturellen Steifigkeit und dem elastischen Design ab. Ein robustes Metallgehäuse verhindert Verformungen während der Montage, während die elastischen Komponenten eine ausgewogene Kompensation von Wellenschwankungen bei gleichzeitig stabiler Dichtkraft sicherstellen müssen.

Für Industrieroboterachsen, die unter ±180° wechselseitiger Rotation arbeiten, erfordert eine effektive Abdichtung einen systemübergreifenden Ansatz. Durch die Auswahl geeigneter Materialien wie PTFE und FKM, die Optimierung der Lippengeometrie und der Federvorspannung sowie eine sachgemäße thermische und montagebedingte Handhabung ist es möglich, die Reibung deutlich zu reduzieren, den Verschleiß zu minimieren und eine langfristige Dichtstabilität aufrechtzuerhalten. Für extreme Umgebungen können fortschrittliche Konstruktionsdesigns oder Spezialmaterialien in Betracht gezogen werden, um eine zuverlässige Leistung unter Hochlast- und Hochfrequenzbetrieb sicherzustellen.

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